Olaf Hentschel Musik & Technik Musiktechnik
Hier ist ...

Frage:
Ich habe ein Brummen auf der Anlage, finde aber den Grund nicht.
Antwort:
Brummschleifen entstehen dadurch, daß die verlegten Kabel zur Antenne werden - sie "empfangen" die elektromagnetische Strahlung, die z.B. ein Stromkabel umgibt. Zu Antennen werden die Kabel dadurch, daß die Geräte-Massen untereinander verbunden sind und eine sogenannte Mehrfach-Erdung entsteht.

Eine alte Weisheit ist, Signalkabel und Stromkabel immer getrennt voneinander und sorgfältig zu verlegen.
Wenn möglich, verwenden Sie komplett getrennte Stromkreise für Licht und Ton. Lichtkabel führen üblicherweise viel Strom (für viel Licht) und streuen damit auch gerne in andere Kabel ein. Wenn Sie das Licht dimmen können, dann sollten Sie während des Sound-Checks alle Lichtkanäle auf 66% Leistung betreiben. Brummt und brizzelt jetzt nichts, dann wird es auch während des Auftritts kein Problem mit "hörbarem Licht" geben.

Wenn Sie ein Brummen auf der Anlage haben, beahren Sie Ruhe und suchen Sie systematisch - Kanal für Kanal. Schließen Sie nur ein Gerät an das Mischpult an (z.B. das Keyboard). Ist das Brummen noch da, brauchen Sie nur diese kleine Konfiguration zu untersuchen. Danach erweitern Sie das Set Stück für Stück. So finden Sie den (oder die) Übeltäter schnell und sicher.
Manchmal hilft es schon, den Netzstecker des Verursachers um 180° zu drehen - einfach anders herum in die Steckdose. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Keyboards, Verstärker und andere Geräte, die geerdet sind sollten über eine DI-Box ans Mischpult angeschlossen werden.
Die DI-Box unterbricht zum einen die Signal-Masse, und damit die Brummschleife. Zum anderen wandeln gute Boxen aber auch das unsymetrische Signal in ein symetrisches, das von Haus aus unempfindlicher gegenüber Einstreuungen ist.
Viele gute Geräte besitzen eine Ground-Lift Schalter. Dieser kann auch die Masseschleifen einer Mehrfacherdung auftrennen.
Ob Ground-Lift an oder aus besser ist sagt uns wieder nur ein Test. Probieren Sie es aus.
Achten Sie beim Kauf von Equipment auf symetrische Ein-/Ausgänge und auf vorhandene Ground-Lifts. So sind Sie bestens gerüstet.
Achten Sie beim Rack-Einbau von Effektgeräten und Ähnlichem darauf keine Masseverbindung zwischen geerdeten Geräten zu erzeugen. Kleine Isolatoren an den Schrauben - als Humfrees bekannt - sind genauso hilfreich wie festgeklebte Gummi-Türdichtungen zwischen den Geräten.
ACHTUNG: Kleben Sie niemals den Schutzleiter eines Gerätes ab. Das könnte lebensgefährliche Folgen haben!

Störungen können aber auch von außerhalb der Bühne kommen. Wir hatten mal einen Auftritt, bei dem der Elektromotor eines selbstgebauten Karussels nicht entstört war. Alle 3 Minuten, wenn das Karussel losfuhr oder bremste, war ein böses Knistern auf der Anlage. Hier hilft dann nur eine Portion Sherlock Holmes im Blut.

Frage:
Ich habe Keyboard und Expander per Midikabel verbunden, aber der Expander gibt keinen Ton von sich.
Antwort:
Prüfen Sie die folgenden Punkte Stück für Stück:
  • Sind alle beteiligten Geräte eingeschaltet?
  • Ist der Klangerzeuger audioseitig angeschlossen? (gern gemachter Anfänger-Fehler ;-)
  • Ist das Midi-Kabel vom Midi-Out der Tastatur zum Midi-In des Klangerzeugers gelegt?
  • Ist das Kabel OK? (deshalb immer Ersatzkabel verfügbar haben, lieber eins zuviel als eins zuwenig)
  • Ist der Klangerzeuger auf den gleichen Midikanal (1-16) gestellt, wie die Tastatur?
  • Bei vielen Geräten, die Midi empfangen können, gibt es inzwischen eine optische Anzeige für die eingehenden Signale. Auch das hilft bei der schnellen Fehlersuche.
Frage:
Beim Auftritt auf dem Stadtfest habe ich Störungen auf meinem Funk-Mikrofon.
Antwort:
Funk wird für viele Einsatzzwecke verwendet, zum Beispiel für Mikrofone, Gitarren-Sender oder auch für den Rückweg, das In-Ear Monitoring.
Erstellen Sie für Ihre Band einen genauen Belegungsplan für die Frequenzen und achten Sie bei Neuanschaffungen darauf, daß sich die Frequenzen nicht gegenseitig stören. Generell sagt man: Abstand tut gut. Nutzen Sie also möglichst Frequenzen, die zueinander viel Abstand haben. Wenn Sie viele Funkstrecken einsetzen möchten, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen (zum Beispiel uns ;-)
Wichtig: Setzen Sie nur zugelassene Funkanlagen ein. Alles andere ist strafbar!
Auf Veranstaltungen wie z.B. Stadtfesten ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß andere Bands mit ihrem Equipment in Funkreichweite sind. Dann kann es schon mal zu gegenseitigen Störungen kommen. Für diesen Fall gibt es eigentlich nur 2 gute Lösungen: Entweder einer von beiden steigt auf Kabel um (auch wenn's unbequemer ist) oder einer von beiden wechselt die Frequenz. Bei vielen Geräten ist die Frequenz fest vergeben, aber es gibt auch Geräte, an denen Sie 6 oder 8 verschiedene Frequenzen wählen können. Über alle Fragen erhaben ist der, der ein Gerät mit automatischer Frequenzwahl besitzt. Hier prüft der Empfänger das gesamte erlaubte Frequenzband auf ungenutzte Frequenzen und stellt sich dann auf den besten Bereich ein.

Frage:
Welches Mikrofon ist das richtige?
Antwort:
wie so oft - das kommt darauf an...
Für den Sänger auf der Bühne sind sogenannte dynamische Mikrofone mit Nierencharakteristik gut geeignet. Einer der Klassiker ist hier das Shure SM58, aber für den ein oder anderen Sänger ist das SM58 nicht das Optimum. Hier hilft nur ausprobieren.
Wenn Sie gerne das Mikrofon in der Hand halten und damit "herumspielen", dann sollten Sie ein Mikro ohne Schalter bevorzugen - sonst ist auf einmal unbeabsichtigt der Ton weg. Für Background-Sänger ist so ein Schalter jedoch eine feine Sache. Bei Titeln ohne Gesangspart kann man "stumm" schalten, ohne auf den Mann am Mischpult angewiesen zu sein.

Für das Tonstudio gelten wiederum ganz andere Gesetze. Hier sind Störgeräusche von außen eher selten, dafür braucht man möglichst große Dynamik und feine Auflösung. Mit einem Großmembran-Kondensatormikrofon ist man im Studio viel besser bedient. Leider sind gute Großmembran-Mikros nicht besonders günstig. Aber (wie so oft): es lohnt sich... 

Auch bei Abnahme von Instrumenten, Schlagzeug oder auch Verstärkern (z.B. E-Gitarre) gibt es viel besser geeignete Mikrofone als das Standard-Gesangsmikro. Lassen Sie sich im Fachhandel oder bei uns beraten - das ist noch immer der einfachste Weg zum guten Equipment.

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