Olaf Hentschel Musik & Technik Musiktechnik
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MIDI ist die Abkürzung für Musical Instrument Digital Interface.
Midi wurde ursprünglich entwickelt, um mit einer Tastatur mehrere Klangerzeuger ansprechen zu können. Möglich wurde das selbstverständlich erst mit Einführung der elektronischen Musikinstrumente..
Bereits vor Einführung des Midi Standards gab es „losgelöste“ Tastaturen. Diese steuerten einen Klangerzeuger mit verschiedenen Spannungen. Da aber auf diese Art und Weise immer nur eine Tasteninformation übertragen werden kann (Monophonie) und darüber hinaus diese Art der Informationsübertragung sehr störungsanfällig ist, war die Entwicklung von Midi ein Meilenstein in der Steuerung von Klangerzeugern.
MIDI-Schnittstelle
MIDI-Schnittstelle
Bei Midi werden alle Informationen digital, also als Zahlenwerte übertragen. Dabei gibt es für jeden Parameter wie Tonhöhe, Tonlänge und Anschlagstärke üblicherweise einen Datenraum von 0 bis 127.
Es können also zum Beispiel 128 verschiedene Tasten gedrückt werden (ein Konzertflügel verfügt über 88 Tasten – da sind 128 mögliche Tasten also genug) und es kann für jede Taste eine Anschlagstärke übermittelt werden (wieder im Raum von 0 (gar nicht angeschlagen) bis 127 (mit größter Geschwindigkeit).
Da jede Taste ihre „eigene“ Nummer hat, können auch mehrere Tasteninformationen gleichzeitig übertragen werden.

Im Vergleich zu heutigen Schnittstellen wie USB oder Firewire ist Midi jedoch sehr langsam. Es werden maximal 31250 Bits pro Sekunde übertragen. Diese Bitrate wird auf maximal 16 Kanäle aufgeteilt, denn Midi ist eine serielle Schnittstelle. Seriell bedeutet, dass eine Zahl nach der anderen über den Bus geschickt wird.
Laienhaft könnte man es im Beispiel so darstellen: „Kanal 1 Taste 67 an Stärke 100, Kanal 1 Taste 71 an Stärke 98, Kanal 1 Taste 74 an Stärke 102“. Wird die Taste später wieder losgelassen, gibt es ein ähnliches Datenaufkommen – eben nur mit der Information „Kanalnummer, Tastennummer, Taste losgelassen“.
Der Zeitunterschied zwischen den Informationen für die 3 Tasten im Beispiel ist unhörbar, aber es ist wichtig zu wissen, dass alle Informationen nacheinander (seriell) übertragen werden.
Wenn nämlich in größeren Setups sehr viele Daten übertragen werden, dann kann es durchaus zu hörbaren Verzögerungen kommen.
Dann bietet sich der Einsatz von mehreren Midi Verbindungen an.

Da sich digitale Signale ideal zur Verarbeitung im Computer eignen, verwundert es nicht, dass sich Midi zu einem Standard bei computergenerierter Musik durchgesetzt hat.
Innerhalb des Computers gibt es keine Einschränkung auf 16 Kanäle und dank moderner Software lassen sich die Informationen auch hervorragend optisch darstellen. Selbst komplette Partitur-Ausdrucke sind heutzutage keine Fleißarbeit mehr – das übernimmt Kollege Computer.
Wenn die Klangqualität nicht so ausschlaggebend ist, lassen sich sogar die internen Soundkarten des Computers zum Wiedergeben von Midi-Informationen nutzen.

Auch Profis nutzen den Computer häufig zur Soundwiedergabe, dann aber in Zusammenhang mit heochwertigen Soundkarten und spezieller Software, die so genannte virtuelle Instrumente unterstützt. Da lassen sich dann alte Hammond-Orgeln, perlende Streicher-Ensembles oder sündhaft teure Konzertflügel ins Wohnzimmer holen. Diese virtuellen Instrumente sind den Originalen so nahe, dass selbst geübte Hörer häufig nicht unterscheiden können, ob nun das Original oder die virtuelle Kopie gespielt wurde.
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